Theta - Der Zeitwert
Der Alptraum des Optionsscheinanlegers ist es, das dass Basisobjekt sich in
die aus seiner Sicht falsche Richtung entwickelt.
Da sich der Kurs des Optionsscheines aus dem inneren Wert und dem Zeitwert
zusammensetzt, verliert der Spekulant jedoch bereits dann Geld, wenn das
Basisobjekt sich weder nach oben noch nach unten bewegt.
Grund: Der Zeitwert wird immer geringer. Eine Merkmal dafür das Theta. Es gibt den prozentualen Zeitwertverlust pro Woche an, wenn das Basisobjekt auf dem aktuellen Kursniveau stagniert. Der Zeitwert ist definiert als jener Teil des Optionsscheinpreises, der nicht durch den inneren Wert gedeckt ist. Allein um den Zeitwertverlust des Optionsscheines auszugleichen, hat der Aktienkurs in einem bestimmten Umfang im Zeitablauf zu steigen. Der Käufer eines Optionsscheines ist möglicherweise bereit einen Art Prämie für Gewinnchance des Scheins draufzulegen. Zeitwert nennt man diesen Aufschlag. In der Hausse wird der Optionsschein zwar wertvoller, weil sein innerer Wert steigt, gleichzeitig sinkt sein Zeitwert, weil die weiteren Gewinnchancen negativ beurteilt werden. Unter dem Strich klettert der Preis weniger als nach der Hebelberechnung zu erwarten ist. In der Baisse verliert der Schein zwar an inneren Wert, dafür besteht die Hoffnung auf Kurserholung mit neuen Gewinnchancen. Folge, der Zeitwert nimmt wieder zu.
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Je länger die Laufzeit des Scheins ist und je geringer der Anteil des Zeitwerts am Kurswert des Scheins anfällt, desto weniger führt der wesentliche Zeitwertverlust ins Gewicht. Ein niedriges Theta ist daher positiv für Anleger, der in diesem Fall aber anderweitig Abstriche machen muss.
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Scheine mit niedrigem Theta weisen auch einen niedrigen Hebel auf. Sie vollziehen die Kursbewegungen des Basisobjekts nicht so überproportional nach wie hochspekulative Warrants mit kurzer Laufzeit und geringem inneren Wert.
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At the money Optionsscheine haben ein höheres Theta als out of the money Optionsscheine
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Je größer die Gewinnerwartungen für Aktie und je höher die Chance ist, dass der innere Wert des Optionsscheins steigt, desto höher ist auch der Zeitwert
Formel:
Zeitwert = Optionsscheinpreis minus innerer Wert
Warrants die im Geld stehen, deren Basispreis also unter dem aktuellen Kurs liegt, weisen aufgrund des geringeren Aufgeldes auch ein niedrigeres Theta auf als Scheine die aus dem Geld notieren. Scheine mit einem hohen Zeitwertverfall ( Theta ) sollten gemieden werden. Scheine mit ausreichender Laufzeit und einem Basispreis unter dem aktuellen z.B. Aktienkurs sind zu bevorzugen. Man kann den Zeitwertverlust gut umgehen in dem Man Scheine mit einer langen Laufzeit wählt. Der Zeitwertverlust bei einem Optionsschein ist im letzten fünftel seiner Laufzeit am höchsten. Auch das Theta wird wöchentlich neu als Kennzahl berechnet. Beträgt dieses zum Beispiel 0,5 so verliert der Optionsschein bereits auch dann schon 0,5 % an Kurs, wenn der Kurs des Basiswertes auf der Stelle tritt. Es kann aber auch zweistellig sein, wenn der Basispreis weit über dem Aktienkurs liegt. Ab einem Theta von 5 % ist Vorsicht geboten, denn der Zeitwertverlust ist zu groß. Ein niedriges Theta ist zwar positiv zu werten, diese Scheine weisen aber auch einen niedrigen Hebel auf. Bis zum Laufzeit ende reduziert sich der Gesamtwert des Optionsscheines auf den inneren Wert. Je länger ein Investor mit dem Verkauf seines Scheines bei gleich bleibenden Kurs des Basiswertes wartet, desto geringer wird der Wert des Scheines. Da mit ablaufender Laufzeit die Gewinnchancen schwinden lohnt sich ein Blick auf das Delta.
Optionsscheine mit einem hohen Zeitwertverfall ( Theta ) sollten gemieden werden. Scheine mit ausreichend langer Laufzeit und einem Basispreis, der unter dem aktuellen Kurs des Anlagemediums liegt, sind zu bevorzugen.