Laufzeit
Optionsscheine existieren nur eine begrenzte Zeit, d.h. das Recht, ein
bestimmtes Basisobjekt kaufen oder verkaufen zu können, läuft zu einem
festgelegten Zeitpunkt ab. Daher wird im allgemeinen von der Laufzeit des
Optionsscheines gesprochen., womit der Zeitraum von der Emission bis zum
Verfall des durch den Schein verbrieften Optionsrecht gemeint ist.
Eine genauere Analyse zeigt aber, dass verschiedene Fristen unterschieden und beachtet werden müsse. Daher werden im folgenden Laufzeit , Options-, Valutierungs- und Sperrfristen unterschieden.
-
Optionsscheine mit einem hohen Zeitwertverfall ( Theta ) sollten gemieden werden. Scheine mit ausreichend langer Laufzeit und einem Basispreis, der unter dem aktuellen Kurs des Anlagemediums liegt, sind zu bevorzugen.
-
In den letzten 5 Monaten der Laufzeit eines Optionsscheines fallen die Aufgelder am stärksten.
-
Bei kurzen Laufzeiten kann der überproportionale Zeitwertverlust einen Totalverlust herbeifügen, wenn eine fehlende Perspektive für zukünftige Kursgewinne ausbleibt.
-
In Krisen lassen sich die so genannten Langläufer wesentlich besser meistern, da auch in schlechten Börsenphasen nicht gleich der Totalverlust droht.
-
Mit näher rückendem Verfallmonat sinken die Prämien (Aufgelder) um am Verfalltag gleich Null zu sein.
-
Je länger die Laufzeit des Optionsschein, desto höher das absolute Aufgeld.
-
Das Aufgeld baut sich zum Laufzeit Ende vollständig ab.
-
Je länger die Laufzeit, desto aussichtsreicher ist ein Optionsschein.
-
Bei Optionsscheinen die knapp am Geld oder im Geld sind, kann eine normale Konsolidierung des zu beziehenden Anlagemediums hohe Verluste bringen