Optionsscheine bewerten
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Was sind Optionsscheine Grundbegriffe Optionsscheine Arten Implizierte Volatilität Innerer Wert Anlegertypen
Bewertungskennzahlen Termingeschäfte Faustregeln Theta Anlagestrategien Laufzeit
Besteuerung Aufgeld Delta Hebel Optionsscheinkurse Optionsscheine

Kennzahlen die bei einem Optionsschein bewertet werden:

  • Aufgeld, Theta, Delta, Hebel, Implizierte Volatilität, Innerer Wert, Laufzeit

Das Umfeld muss stimmten
Die besten Bewertungskennziffern helfen wenig, wenn das Umfeld nicht stimmt. Warrants die zum Bezug deutscher Aktien mit einer Call-Option ausgestattet sind, sind in Baisse-Zeiten ein denkbar schlechtes Anlageinstrument. Umgegehrt stellt sich die Situation in Phasen anziehender Aktienkurse dar. Plötzlich steigt alles, unabhängig von der Qualität und den Zukunftsperspektiven. In solchen Zeiten ist häufig zu beobachten, das gerade die schlechtesten bewertungstechnischen Optionsscheine am meisten Geld bringen. Der Markt steigt mit der Stimmung der Anleger, Börse ist zunächst einmal Psychologie. Vorsicht ist geboten wenn der Jubel an den Börsen keine Grenzen mehr kennt. Hochspekulative Engagements, die angeblich ins Unermessliche steigen sollen, sind plötzlich, wenn die Stimmung dreht, oft nicht einmal mehr das Papier Wert, auf dem die Kaufrechnung abgedruckt wurde.

Bei der Auswahl von Optionsscheinen, gilt anhand von Bewertungskennzahlen das Risiko und Chance Verhältnis besser einschätzen zu können. Dabei gilt allerdings sich vorab darüber Gedanken zu machen, in welches Basisinstrument man eine Optionsschein Investition tätigen will. Im Klartext heißt das, möchte man zum Beispiel auf den Kursanstieg in einem Gesamtmarkt setzten, sollte man zuerst checken in was für einem Trend bewegt sich der Markt derzeitig und zukünftig ! Das kann ein Aufwärtstrend, ein Seitwärtstrend oder ein Abwärtstrend sein. Das gleiche gilt übrigens auch bei Aktien. Logischerweise wäre es unklug, in einem Aufwärtstrend auf fallende Kurse zu spekulieren, genauso in einem Abwärtstrend auf steigende Kurse. Wenn das Basisinstrument in diesem Fall ein Index anhand wichtiger Bewertungsmerkmale geprüft und analysiert wurde und eine Vorstellung über die zukünftige Entwicklung herrscht kann man auf Optionsscheine zugreifen und Bewertung dieser vornehmen.

Volatilität der zu beziehenden Aktie:
Ein Optionsschein kann außer es liegt eine krasse Fehlbewertung vor, nur dann steigen, wenn auch das zugrunde liegende Basisobjekt an Wert gewinnt. Dabei gibt es drei Möglichkeiten:

  • die Aktie bewegt sich mit dem Markt, die Aktie bewegt sich stärker als der Markt, die Aktie bewegt sich langsamer als der Markt

Die schlechten Bewertungszahlen z.B. höhere Prämien bei geringerem Hebel, besitzen die Scheine, bei denen sich die zu beziehende Aktie stärker als der Markt bewegt. Am günstigsten sind dagegen Warrants bewertet sein, deren Aktien als "lahme Enten" bekannt sind. Sie verlieren zwar in schlechten Börsenphasen weniger an Boden, versprechen jedoch bei stark anziehendem Märkten nur unterdurchschnittliche Kurschancen. Die Einflüsse der Volatilität fließen  am höchsten in Veränderungen im Preis eines Optionsscheines dann ein, wenn es sich um einen aus dem Geld befindlichen Schein handelt. Je weiter der Schein sich im Geld befindet, desto weniger sensibel reagiert er auf Volatilität Veränderungen.

Neben der Stimmungslage wird der Gesamtmarkt durch folgende Faktoren beeinflusst:

  • erwartete Unternehmensgewinne, Liquidität der Anleger ( je höher, desto besser)
     

  • Kapitalmarktzins ( Je niedriger, desto besser ), politische Großwetterlage ( siehe Golfkrieg)

Risikohinweis / Haftungsausschluss
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