Kennzahlen die bei einem Optionsschein bewertet werden:
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Aufgeld, Theta, Delta, Hebel, Implizierte Volatilität, Innerer Wert, Laufzeit
Das Umfeld muss stimmten
Die besten Bewertungskennziffern helfen wenig, wenn das Umfeld nicht stimmt.
Warrants die zum Bezug deutscher Aktien mit einer Call-Option ausgestattet
sind, sind in Baisse-Zeiten ein denkbar schlechtes Anlageinstrument.
Umgegehrt stellt sich die Situation in Phasen anziehender Aktienkurse dar.
Plötzlich steigt alles, unabhängig von der Qualität und den
Zukunftsperspektiven. In solchen Zeiten ist häufig zu beobachten, das gerade
die schlechtesten bewertungstechnischen Optionsscheine am meisten Geld
bringen. Der Markt steigt mit der Stimmung der Anleger, Börse ist
zunächst einmal Psychologie. Vorsicht ist geboten wenn der Jubel an den
Börsen keine Grenzen mehr kennt. Hochspekulative Engagements, die angeblich
ins Unermessliche steigen sollen, sind plötzlich, wenn die Stimmung dreht,
oft nicht einmal mehr das Papier Wert, auf dem die Kaufrechnung abgedruckt
wurde.
Bei der Auswahl von Optionsscheinen, gilt anhand von Bewertungskennzahlen
das Risiko und Chance Verhältnis besser einschätzen zu können. Dabei gilt
allerdings sich vorab darüber Gedanken zu machen, in welches Basisinstrument
man eine Optionsschein Investition tätigen will. Im Klartext heißt das, möchte man zum Beispiel auf den
Kursanstieg in einem Gesamtmarkt setzten, sollte man zuerst checken in was
für einem Trend bewegt sich der Markt derzeitig und zukünftig ! Das kann ein
Aufwärtstrend, ein Seitwärtstrend oder ein Abwärtstrend sein. Das gleiche
gilt übrigens auch bei Aktien. Logischerweise wäre es unklug, in einem
Aufwärtstrend auf fallende Kurse zu spekulieren, genauso in einem
Abwärtstrend auf steigende Kurse. Wenn das Basisinstrument in diesem Fall ein Index anhand
wichtiger Bewertungsmerkmale geprüft und analysiert wurde und eine
Vorstellung über die zukünftige Entwicklung herrscht kann man auf
Optionsscheine zugreifen und Bewertung dieser vornehmen.
Volatilität der zu beziehenden Aktie:
Ein Optionsschein kann außer es liegt eine krasse Fehlbewertung vor,
nur dann steigen, wenn auch das zugrunde liegende Basisobjekt an Wert
gewinnt. Dabei gibt es drei Möglichkeiten:
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die Aktie bewegt sich mit dem Markt, die Aktie bewegt sich stärker als der Markt, die Aktie bewegt sich langsamer als der Markt
Die schlechten Bewertungszahlen z.B. höhere Prämien bei geringerem Hebel,
besitzen die Scheine, bei denen sich die zu beziehende Aktie stärker als der
Markt bewegt. Am günstigsten sind dagegen Warrants bewertet sein, deren
Aktien als "lahme Enten" bekannt sind. Sie verlieren zwar in schlechten
Börsenphasen weniger an Boden, versprechen jedoch bei stark anziehendem
Märkten nur unterdurchschnittliche Kurschancen. Die Einflüsse der
Volatilität fließen am höchsten in Veränderungen im Preis eines
Optionsscheines dann ein, wenn es sich um einen aus dem Geld befindlichen
Schein handelt. Je weiter der Schein sich im Geld befindet, desto weniger
sensibel reagiert er auf Volatilität Veränderungen.
Neben der Stimmungslage wird der Gesamtmarkt durch folgende Faktoren
beeinflusst:
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erwartete Unternehmensgewinne, Liquidität der Anleger ( je höher, desto besser)
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Kapitalmarktzins ( Je niedriger, desto besser ), politische Großwetterlage ( siehe Golfkrieg)