Bei der Auswahl von Optionsscheinen, gilt anhand von Bewertungskennzahlen das Risiko und Chance Verhältnis besser einschätzen zu können.
Aufgeld
Das Aufgeld besagt um wie viel teurer der Erwerb des Basisinstruments (
Aktie, Index ) gegenüber dem Warrant ist als dessen direkter Kauf. Um dieses
vergleichbar zu machen, wird es durch die anteilige Restlaufzeit dividiert und
als jährliches Aufgeld berechnet. Daher sollte es keinesfalls zu hoch sein.
Normalerweise werden Optionsscheine nach ihrem Aufgeld bewertet. Wäre dieses
also niedrig, ist der Schein optisch billig. Niedrige Aufgelder zeigen aber
eher aus der Praxis das der größte Teil der Rallye in diesem Schein bereits
gelaufen ist.
Bei Aufgeldern gilt:
- Je länger die Laufzeit des Optionsschein, desto
höher das absolute Aufgeld.
- Je tiefer der Schein aus dem Geld ist, also je weiter der Basispreis
über dem aktuellen Kurs des Basisinstruments liegt, je höher das Aufgeld.
- Je geringer das Aufgeld und je größer der Hebel, desto günstiger ist der
Optionsschein.
- Je höher der Hebel und je kürzer die Laufzeit, desto höher ist das
anteilige Aufgeld.
- Das Aufgeld baut sich zum Laufzeit Ende vollständig ab. Hier ist
Vorsicht geraten, da ein starker Zeitwertfall bevorsteht.
- Das Aufgeld darf um so höher sein, je länger die Restlaufzeit des
Scheins.
- Das Aufgeld darf um so höher sein, je größer die Volatilität des
Anlagemediums.
- Das Aufgeld darf um so höher sein, je höher das Zinsniveau und je größer
die Einschätzung der zukünftigen Börsenlage.
Zudem spielt die Höhe des Kurses bei dem Anlagemedium im
Verhältnis zum Bezugspreis eine wichtige Rolle.
- Je mehr der Kurs des Anlagemediums über den
Bezugspreis steigt, desto geringer wird in der Regel das Aufgeld.
- Je kleiner das Umsatzvolumen im Schein, desto größer das Aufgeld.
- Je größer die Schwankungsbreite ( Volatilität des Optionspapiers, desto
größer das Aufgeld.
- In den letzten 5 Monaten der Laufzeit eines Optionsscheines fallen die
Aufgelder am stärksten.
- Mit näher rückendem Verfallmonat sinken die Prämien (Aufgelder) um am
Verfalltag gleich Null zu sein.
- Wird ein Schein mit einem Abgeld versehen, bedeutet dies, dass er unter
seinem inneren Wert notiert.
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Die wichtigsten Einflussfaktoren für Aufgeld eines Warrants sind Restlaufzeit, Volatilität = Schwankungsintensität des zu beziehenden Anlagemediums, Kapitalmarktzins, Verhältnis von Aktienkurs zu Bezugspreis, allgemeine Börsenlage |