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Juli 14th, 2009 at 16:29

Mexiko - BIP bricht um 8,2 ein

Wenig erbauend sind die statistischen Rahmendaten Mexikos. Im ersten Quartal brach das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein, das Land ist damit Schlusslicht Lateinamerikas bei der BIP-Entwicklung. Alle Komponenten der wirtschaftlichen Tätigkeit sind zuvor massiv abgesackt.

Das gilt für den Konsum, den Handel, die Dienstleistungen, die Industrieproduktion und die Exporte. Der Zufluss ausländischer Investitionen, die hauptsächlich aus dem Nachbarland USA kamen, nahm um die Hälfte gegenüber dem Vorjahr ab. Eine Krise ähnlichen Ausmaßes erlebte Mexiko zuletzt infolge eines Finanzcrashs im Jahr 1995, der für eine regelrechte Flucht der Investoren sorgte.

Während die Regierung von Präsident Calderon auf eine baldige wirtschaftliche Erholung der USA setzt, sehen viele Ökonomen die einseitige Ausrichtung der mexikanischen Wirtschaft auf den großen Nachbarn als fortgesetztes Systemrisiko. 80 Prozent der Exporte und 75 Prozente der Importe werden im Handel mit den USA erzielt. Der Aufbau eines stärker diversifizierten Wirtschaftssystems ist unter diesen Bedingungen wenig vielversprechend. Ohne diesen Schritt droht Mexiko aber unter Umständen eine schwere Verfassungskrise.

 

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