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Geldanlage in Windenergiefonds
Das Interesse der Anleger, Ihr Geld in Windenergiefonds anzulegen steigt jährlich weiter an. Gemessen am Gesamtvolumen aller Fonds, machen Windfonds in etwa 6 % des Gesamtmarktes aus. Durch schnelle Platzierungen immer neuer Fondstypen entsteht für den Anleger eine schwierige Situation, durch den Dschungel der Energiefonds noch durchzusteigen.

Energiefonds für die Zukunft
Bemerkenswert und auffällig bei der Werbung solcher Fonds ist, das viele Initiatoren mit unrealistisch hohen Renditen die Anleger locken wollen. Da Energie zukünftig eines der wichtigsten Themen weltweit sein wird, gehört auch die Stromerzeugung durch Windkraft dazu. Investitionen in geschlossen Windfonds haben sich bislang immer etabliert, alleine schon weil diese politisch erwünscht und auch dementsprechend gefördert werden ( wie Umweltfonds).

Fondslaufzeit und Fondsrendite
Die Fondslaufzeit beträgt 20 Jahre, das entspricht der erwarteten Haltedauer der teuersten Teile, der Rotoren, Getrieben und Generatoren. Allerdings existiert bislang noch kein Windpark so lange, um dies zu überprüfen. Die Rendite ist allerdings davon abhängig, wieviel Geld der Fonds für die Einspeisung des Stroms in das öffentliche Netz erhält (das ist auch das größte Risiko) und das er überhaupt in dieses einspeisen darf, da er eigene Leitungen nicht besitzt (Einspeisegesetze).  Die zukünftige Entwicklung der Strompreise im liberalisierten europäischen Markt nur schwer einschätzbar.

Steuervorteile durch Verlustzuweisungen
Im Vergleich zu den geschlossenen Immobilienfonds und Schiffsfonds bringen Windkraftfonds sehr hohe Steuervorteile, die bis zu 85 Prozent der Kommanditeinlage reichen. Gehebelt werden die Steuervorteile durch einen hohen Fremdkapitalanteil, der Windkraftfonds problemanfällig macht, wenn die Winderträge hinter den Prognosen zurückbleiben.

Die Bedeutung der steuerlichen Negativergebnisse wird von den Initiatoren der Windkraftfonds gern heruntergespielt, mit dem Hinweis, dass es sich bei den Anlegern vor allem um "Gesinnungstäter" handelt. Die Vermittler hingegen glauben, dass die Steuervorteile (neben den Ausschüttungen) für den Anleger eine wichtige Rolle spielen.

Ausschüttung des Fond
Bei der Geldanlage in einen Windfond erwirbt der Investor Nutzungsrechte an den Grundstücken und der dort errichteten Windkraftanlage. Werden durch einen geschlossenen Windfond mehrere Windkraftanlagen finanziert, bezeichnet man dieses als Windpark. Das Management ist ist neben der Errichtung der Windenergieanlage auch für die Wahl der Grundstücke und zudem für die Einspeisung in das Stromnetz verantwortlich. Während der Betriebszeit der Anlage erhält die Fondsgesellschaft für den eingespeisten Strom die festgeschriebene Vergütung, woraus sich die Ausschüttungen für die Investoren ergeben.

Höhe der Mindestseinlage oder Einmaleinlage
Geschlossene Windkraftfonds Beteiligungen können Anleger bereits ab 2500 € bekomme. Der Anleger hat hier die Möglichkeit unternehmerische Anteilnahme an einem Millionen-Projekt mittels einer vergleichsweise geringen Beteiligungshöhe. Als geschlossener Fonds bietet die Investition in Windfonds überdurchschnittliche Renditechancen. Jeder Anleger sollte sich aber bewusst sein, dass er mit einem derartigen Investment auch entsprechend höhere Risiken bis hin zum Totalverlust der Einlage eingeht.

Besteuerung und Freibetrag
Generell werden Beteiligungen und Investmentfonds aus den Bereichen Windkraft, Windenergie, Umweltaktien, Umweltfonds, Windkraftfonds, Solarfonds, Biogasfonds, Umweltinvestmentfonds derzeitig stark gefördert.
Windkraftfonds sind gewerbliche Fonds mit negativen Einkünften und die Erträge sind voll zu versteuern.  Ausländische Umweltfonds sind im Ausland zu versteuern (teils Freibeträge), in Deutschland gilt aber zusätzlich der Progressionsvorbehalt.

Steueränderungen
Steuer Änderungen sind rückwirkend zum 11. November 2005 in Kraft getreten. Neu ist das bei den Steuerstundungsmodellen die Verlustverrechnungsmöglichkeiten eingeschränkt sind . Verluste aus meist gewerblich organisierten Steuersparmodellen können nur noch mit späteren positiven Einkünften aus derselben Einkunftsquelle verrechnet werden.

Ohne Wind kein Gewinn
Eigene Netze mit Kundenzugang besitzen die Windparks nicht. Somit hängt der Ertrag stark vom Gesetzgeber ab. Für Windräder ist ein konstant hoher Wind wichtig, der in Küstennähe oder auf Bergen am besten erzielbar ist (5,5 – 7,5 m/s). Die Windmaschinen sind i. d. R. gegen Bruch versichert.  Windenergie wird bei knappen Ressourcen und Umweltproblemen derzeit stark gefördert

Anleger die in dieser Fondsanlage das Geld parken, haben neben dem ökologischen Investitionsgrund auch die lukrative Nachsteuerrendite erkannt. Dieses gibt zusätzlich den Anlass, einen geschlossenen Windfonds zu zeichnen Eine Beteiligung Windenergie für die Stromerzeugung zu nutzen wird für private Investoren zudem auch durch attraktiven Konditionen interessant.

Anleger Risiko
Nach schlechten Windjahren scheint wieder ein normales Windaufkommen zu bringen. Aber die schwachen Windjahre waren nicht der alleinige Grund für die Nachfrageschwäche nach Windkraftfonds. Windkraft hatte in den ersten Monaten des Jahres eine ausgesprochen schlechte Presse. Hinzu kam die Pleite des börsennotierten Initiators Umweltkontor. Die Windkraftfonds, die in den vergangenen Jahren aufgelegt wurden, laufen nicht so wie prognostiziert. Neben den schlechten Windjahren, die höhere Gewalt und ein Teil des unternehmerischen Risikos sind, waren dafür auch fragwürdige Windgutachten ausschlaggebend, die von den Initiatoren zu vertreten sind.

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