Geldanlage in Geldmarktfonds
Kleinanleger sollten prüfen, ob sie statt ihr Geld auf niedrig verzinste
Spar- und Festgeldkonten zu tragen, nicht lieber Anteile an Geldmarktfonds
erwerben. Die täglich kündbaren Fonds bieten eine einzigartige Kombination
aus attraktiven Zinsen, Liquidität und Sicherheit. Die feinen Fonds, die überwiegend von
Tochtergesellschaften deutscher Investmentfirmen und
Auslandsfondsgesellschaften auferlegt werden, haben praktisch kein
Kursrisiko.
Denn sie investieren ausschließlich in kurzfristige Geldmarktanlagen, wie Schatzwechsel der Regierungen, Depositenzertifikate großer Banken oder Staats - und Industrieanleihen mit wenigen Monaten Restlaufzeit. Das macht die Fonds in Zeiten steigender Zinsen interessant. Die kurze Laufzeit zwingt die Fondsmanager fortwährend zu Neuanlagen. Und weil die neu emittierten Papiere besser verzinst werden, kommen Anleger ebenfalls in den Genuss steigender Zinsen, die je nach Fondsvariante entweder ausgeschüttet oder automatisch wiederangelegt werden. Die kurze Laufzeit de Anlagen und die Auswahl von Schuldnern einwandfreier Bonität sorgen zudem für Sicherheit und Liquidität. Als Großanleger erzielen die Fonds darüber hinaus Zinsvorteile, beispielsweise durch Anlegen am Euromarkt. Auch nach Abzug aller mit der Fondsanlage verbundenen Kosten stellen Geldmarktfonds daher eine gut verzinste Alternative zur Festgeldanlage oder zum Sparbuchsparen dar. Neue Fondsangebote ohne jeden Ausgabeaufschlag und zudem nach amerikanischem Vorbild ausgestattet machen auch Tagesgeldkonten Konkurrenz. Ursprünglich waren Geldmarktfonds als reine Parkstation für vorübergehend freiwerde Gelder konzipiert.
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Niedrige Kosten und die hohen Geldmarktzinsen haben sie zu einer attraktiven und sicheren Daueranlage werden lassen. Bei sinkenden Zinsen bröckelt jedoch das Interesse jener Anleger, die die Fonds als Daueranlage betrachten. Denn mit Geldmarktfonds lässt sich nur die Rendite erzielen, die dem Marktzinsniveau entspricht. Wer diese dagegen als Alternative zu Aktien- oder Rentenfonds betrachtet, wechselt nur in Zeiten steigender Zinsen oder hoher Zinsen in diese Fonds, die sich dann von ihrer besten Seite zeigen und überdurchschnittlichen Ertrag bieten. Eine andere Variante sind die Kurzläuferfonds, die gar keine Geldmarktpapiere erwerben, sondern ausschließlich in kurz laufende Anleihen investieren. Die Restlaufzeit der im Fondsvermögen gehaltenen Papiere ist allerdings länger als bei geldmarktähnlichen Fonds ( zwei Jahre und mehr). |
Auch die Ausgabeaufschläge sind deutlich höher. Anleger sollten Kurzläuferfonds daher nicht als vorübergehende Parkstation für das Geld betrachten. Vielmehr handelt es sich hier um eine Rentenfondsvariante, die für eine mittelfristige Anlagedauer geeignet ist und in Zeiten steigender Zinsen besseren Ertrag und geringere Kursrisiken als herkömmliche Rentenfonds verspricht. Eine Variante der Geldmarktfonds sind Garantiefonds, die dem ausgeprägten Sicherheitsbedürfnis deutscher Anleger entgegenkommen sollen.