Geldanlage in Garantiefonds
Eine Variante der
Rentenfonds und
Geldmarktfonds sind Investmentfonds, die
dem ausgeprägten Sicherheitsbedürfnis deutscher Anleger entgegenkommen
sollen, in dem Sie ihre Fonds mit einer zusätzlichen Garantie versehen. Die
meisten dieser Garantiefonds kommen aus Luxemburg. Denn das Bundesaufsichtsamt für Kreditwesen erlaubt es
deutschen Fonds nicht, eine Garantie auszusprechen. Aus gutem Grund, wie
auch Fondsexperten einräumen, die in der Garantie nichts anderes wie einen
Werbegag sehen. Denn keine Fondsgesellschaft wird ein Anlageziel oder
Ergebnis garantieren, das der Fonds völlig Problemlos erreichen kann.
Anleger sollten daher vor dem
Fonds kaufen sehr genau prüfen, ob ihnen ein
Garantiefonds wirklich Vorteile bringt. Oft geht die Garantie zu Lasten der
Rendite oder täuscht dem Anleger gar mehr Sicherheit vor, als tatsächlich
geboten wird.
Garantiefonds gibt es in mehreren Varianten
Garantiefonds mit einem Mindestrücknahmepreis sind Investmentfonds, die
ihren Anlegern einen bestimmten Mindestrücknahmepreis zu einem fixen Termin
verbindlich zusichern. Meist handelt es sich um geldmarktnahe Fonds.
Neuerdings werden auch Rentenfonds,
Indexfonds oder Aktienfonds mit Garantie
angeboten. Die Garantie wird oft nur für das laufende Geschäftsjahr oder
eine begrenzte Zeit ausgesprochen. Vorteil für den Anleger: Aus dem
garantierten Rücknahmepreis und dem aktuellen Ausgabepreis des
Fonds lässt
sich eine Mindestrendite der Anlage exakt errechnen. Der Nachteil:
Geldmarktfonds, die ohnehin schon risikoarm sind, ist die Garantie im Grunde
nutzlos. Die Gesellschaft wird ohnehin nur das Ergebnisse garantieren, das
mit Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erwirtschaftet werden kann. Bei
risikoreicheren
Fondsvariante kosten Garantie dagegen Geld in Form von
eventueller Kurssicherungskosten. Spitzenrenditen können Anleger von dieser
Fondsvariante aber nicht erwarten.
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Garantie auf den Ausschüttungsbetrag Fonds mit garantierter Ausschüttung versprechen eine feste Mindestausschüttung, deren Höhe von zeit zu Zeit der jeweiligen Situation am Kapitalmarkt angepasst werden kann. Die Garantievariante mag Anlegern entgegenkommen, die Wert auf hohe laufende Einnahmen legen. Ausschüttungsgarantien täuschen allerdings mehr Sicherheit vor, als sie tatsächlich bieten. Denn die Wertentwicklung des Fonds setzt sich aus Ausschüttung plus Kursentwicklung des Fondsvermögens zusammen. Ist die garantierte Ausschüttung höher als die Einnahmen, die der Fonds tatsächlich erwirtschaftet, muss dieser das Vermögen angreifen, um die garantierte Ausschüttung zu zahlen. Die Folge: Das Vermögen sinkt und mit ihm der Anteilspreis. Anleger können also trotz Ausschüttungsgarantie Verluste erleiden. |
Fonds mit Garantie auf Kapitalerhalt
Bei dieser Spielart von Garantiefonds sichert die Fondsgesellschaft dem
Anlegern zu, den Wert des eingesetzten Kapitals ( nach Abzug des
Ausgabeaufschlags ) nominal ( ohne Berücksichtigung von Inflation oder
Steuern ) zu erhalten. Um das Ziel zu erreichen, wird ein Großteil des
Fondsvermögens als Absicherungskapital in risikoarmen festverzinslichen
Wertpapieren angelegt. Zum Garantiezeitpunkt soll dieses Sicherheitspolster
samt Zinsen und Zinseszins ausreichen, um den Kapitaleinsatz zu decken. Ein
kleinerer Teil des Fondsvermögens wird spekulativ angelegt, beispielsweise
in
Optionsscheine, Optionen, Terminkontrakte oder
Aktien.
Die
Spekulationsgewinne werden dem Fondsvermögen gutgeschrieben.
Erwirtschaftet der Fonds mit dem spekulativen Teil des Vermögens dagegen
einen Totalverlust, erhält der Anleger wenigstens noch seinen Kapitaleinsatz
zurück. Sein Risiko: Ihm entgehen die Zinseinnahmen, die er bei anderer
Anlage erzielt hätte. Außerdem verlangen diese Fonds relativ hohe Gebühren.
Hinzu kommt, dass auch der Fiskus seinen Teil beansprucht. Denn die Erträge
des risikoarmen Geldes sind auf jedenfall steuerpflichtig auch wenn aus
Sicht des Anlegers vielleicht nur der Kapitaleinsatz zurückfließt. Für
Steuersparer sind diese
Garantiefonds daher nicht geeignet.