Auswahl mit System
Immer mehr Sparer legen Ihr Vermögen in Fonds an. Doch
Investmentfonds sind längst keine sichere, rentable und zugleich bequeme
Anlageform, um die man sich nach dem Kauf nicht mehr kümmern braucht. Von
der ursprünglichen Idee, Kleinanlegern mit Investmentfonds eine komplette
Vermögensverwaltung zu bieten, sind die heute erhältlichen Fonds weit
entfernt. Statt klassischer Mischfonds, die zwischen Aktien, Anleihen und
Geldmarktpapieren hin und her springen, werden fast ausschließlich
hochspezialisierte Fonds angeboten, die ausschließlich in einzelnen
Anlageformen oder Anlagemärkten investiert sind. Doch
damit wird die Anlageentscheidung, die Fondssparer eigentlich den Profis
überlassen wollten, an die Anleger zurückdelegiert.
Fondsanleger kommen daher nicht umhin, sich wie bei der Direktanlage in Wertpapiere und Immobilien aktiv um ihre Geldanlage zu kümmern. Versprechen heute beispielsweise die internationalen Rentenfonds den größten Gewinn, so können es morgen wieder die deutschen Aktienfonds und übermorgen die internationalen Aktienfonds oder Spezialfonds sein. Wer sein Vermögen mit Investmentfonds optimal verwalten und dabei nicht auf den Zufall setzen will, muss daher nicht nur die Trends an den Wertpapiermärkten kennen, sondern zugleich aus einer unübersehbaren Vielzahl von Fonds jene auswählen, die den Markttrend und zugleich der eigenen Risikoneigung entsprechen. Die optimale und auf die persönlichen Anlagebedürfnisse abgestimmte Chance / Risiko Mischung wird dabei ein einziger Fonds kaum repräsentieren. Fondssparer müssen sich daher ihr individuelles Depot aus mehreren verschiedenen Fonds zusammenstellen und von Zeit zu Zeit den veränderten Marktbedingungen anpassen.
Fondsanalyse - Fondsauswahl Angebote
durch Profis
Fondssparer, die sich ein optimales Fondsdepot zusammenstellen wollen,
stehen vor dem zentralen Problem, aus einer unübersehbaren Vielzahl
hochspezialisierter Fonds mit über 10000 Fonds zur Auswahl, diejenigen
herauszufiltern, die den zuvor genannten Kriterien entsprechen. Für den
einzelnen ist das im Grunde ein unlösbares Problem. Immermehr
Fondsgesellschaften, Banken und andere Anbieter machen Fondssparer daher
Angebote, die Qual der Fondsauswahl zu erleichtern.
Umbrellafonds
Aktiven Fondssparern, die die Entscheidung nicht aus der Hand geben
wollen, bieten vor allem ausländische Fondsgesellschaften zu diesem Zweck
Umbrellafonds an. Das sind Investmentfonds, die dem Anleger unter einem
gemeinsamen Schirm, dem Umbrella Anlagemöglichkeiten in verschiedenen
Einzelfonds der gleichen Investmentgruppe offerieren. Jeder Unterfonds hat
einen speziellen Anlageschwerpunkt. Die meisten Umbrellafonds vereinen unter
ihrem Dach
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deutsche und internationale Geldmarktfonds und Rentenfonds
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gemischte Fonds
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breit streuende Aktienfonds
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Länderfonds und Spezialitätenfonds.
Der Vorteil für den Anleger:
Beim Umbrellafonds kann er je nach Markteinschätzung und Anlageeignung
ohne zusätzlichen Spesenaufwand von einem Unterfonds zum nächsten
wechseln. Der Ausgabeaufschlag fällt nur beim Einstieg in den Umbrella
an. Das wechseln oder "switchen" ist entweder kostenfrei, oder es werden
nur minimale Switsch Gebühren bis zu einem Prozent erhoben.
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Der Nachteil von Umbrellafonds Umbrellafonds sind keine Spezialität ausländischer Fondsgesellschaften, auch wenn sie diese Anlageform in Deutschland in Deutschland erst populär gemacht haben. Das kostenlose Switchen von einem Fonds zum anderen ermöglichen auch einige deutsche Kapitalanlagegesellschaften, die ihr Fondskombisystem nur anders nennen und meist einen eigenständigen Namen dafür kreieren. Der Kauf eines solchen Fondspakets lohnt jedoch nur dann, wenn die Investmentgesellschaft insgesamt über ein hervorragendes Management verfügt und in allen Anlageschwerpunkten gute bis erstklassige Fonds vorzuweisen hat. |