Teurer Service bei An- und Verkauf -
Ankauf und Verkaufskosten von Fonds
Wer Anteile an einem Investmentfonds, Aktienfonds oder Rentenfonds kaufen möchte, zahlt zwar keine
Bankspesen, dafür wird ihm aber ein Ausgabeaufschlag in Rechnung gestellt, der in
Prozent des Rücknahmepreis pro Fondsanteil berechnet wird. Die Höhe des
Fonds Ausgabeaufschlag ist im Vergleich je nach den Fondsarten unterschiedlich
hoch. Für geldmarktnahe Fonds sollte er 0,5 bis 1 Prozent nicht
überschreiten. Bei Rentenfonds sind etwa 3 Prozent üblich, bei
Aktienfonds
und
offenen Immobilienfonds rund 5 Prozent. Spezialitätenfonds können
dagegen bis zu 9 Prozent Ausgabeaufschlag kosten.
Bei deutschen Fonds sind diese Ausgabekosten im Ausgabepreis pro Fondsanteil enthalten, der ebenso wie der Rücknahmepreis. Anleger können die also die Kosten anhand der Differenz zwischen Ausgabepreis und Rücknahmepreis selbst errechnen. Die Höhe des Ausgabeaufschlags muss aber auch im Fondsprospekt sowie im Zeichnungsauftrag ausgewiesen sein, das schreibt der Gesetzgeber so vor. Viele Fondsgesellschaften staffeln den Ausgabeaufschlag nach Höhe der Anlagesumme. Je mehr Geld der Anleger mitbringt, desto geringer werden Kosten. Spesenvorteile lassen sich aber meist erst bei Anlagebeträgen ab 50000 Euro erzielen. Kleinanleger die 5000, 10000, 20000 in Fondsanteile anlegen, kommen daher nur selten in den Genuss.
Rabatte bei Fondswechsel
Eine Fondsanbieter reduzieren den Fonds Ausgabeaufschlag, wenn Anleger
innerhalb der hauseigenen Fondspalette von einem Fond zum anderen wechseln
wollen. Einen vollständigen oder teilweise Fondsrabatt räumen fast alle
Anbieter ein, wenn Fondssparer ihre ausgeschütteten Erträge wieder in
demselben Fond Geld anlegen wollen. Die Wideranlage zum Nulltarif gibt es
allerdings meist nur direkt bei der Fondsgesellschaft. Banken geben den
Rabatt nur selten in voller Höhe an ihre Kunden weiter, sondern stellen
einen reduzierten Ausgabeaufschlag in Rechnung.
Manchmal ermöglichen Fondsgesellschaften ihren Anlegern
auch eine kostengünstige Teilliquidation. Wer vorübergehend Geld benötigt,
kann seine Fondsanteile verkaufen. Legt er das Geld innerhalb eines
bestimmten Zeitraums ( maximal 12 oder 24 Monate ) in dem selben Fonds
wieder an, kann er die Anteile bei einigen Gesellschaften zum Rücknahmepreis
erwerben. Voraussetzung für diesen Spesenvorteil ist, dass Anleger der
Gesellschaft ihre Wideranlageabsicht von vornherein mitteilen und ihre
Anteile wiederum direkt einen Investmentdepot der Gesellschaft halten.
Außerdem müssen Anleger nach solchen Kostenvorteilen fragen. Von sich aus
machen Banken oder Investmentgesellschaften darauf nicht aufmerksam.
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Hinweis für Fondssparer Die meisten Fonds sind in viele kleine Anteile gestückelt, die schon ab 15 bis 50 Euro zu haben sind. Zertifikate von so genannten offenen Investmentfonds können Sie jederzeit wieder verkaufen, indem Sie ihre Bank oder direkt der Fondsgesellschaft einen entsprechenden Auftrag erteilen. Sie erhalten dann den aktuellen Gegenwert Ihres Fondsanteils in Höhe des Rücknahmepreises zurück. Beim Kauf von Fondsanteilen müssen Anleger tiefer in die Tasche greifen, denn alle Gesellschaften schlagen auf den Rücknahmepreis noch einen Ausgabeaufschlag auf, der je nach Fondsvariante zwischen 0,5 und 9 Prozent des Rücknahmepreises beträgt. Mit diesem Ausgabeaufschlag werden die Vermittlungsprovision für den Verkäufer, also für die Bank oder den freien Vermittler, sowie die Kosten für die Anfertigung und Ausgabe der Zertifikate abgegolten. Alle anderen Fondsspesen, wie Depotbankvergütung und die Verwaltungsgebühren für das Fondsmanagement, im Schnitt vier bis neun Promille jährlich, sind dagegen üblicherweise bereits im preis enthalten. Allerdings gibt es insbesondere bei Fondsgesellschaften im Ausland auch eine andere Berechnung. |