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Das Sparbuch gerät in Verruf
Bequemlichkeit, Sicherheit und Kostenfreiheit des Kontensparens haben für den Sparer freilich ihren Preis: Die Sparbuch-Zinsen sind ausgesprochen mager - oft liegen sie sogar noch unter der Inflationsrate. Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre verzinste die Kreditwirtschaft die klassischen Spareinlagen mit Sätzen zwischen zwei und drei Prozent.

Sparbuch Sparbuch eröffnen Sparzinsen bei Banken Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist

Zieht man davon die Inflationsrate - im Durchschnitt drei Prozent - ab, ist es den meisten Sparbuchanlegern nicht gelungen, ihr Kapital zu erhalten, geschweige denn zu vermehren. Kundenfreundlich kann man das Kontensparen daher kaum nennen. Im Gegenteil: Bei Minizinsen unterhalb der Inflationsrate verlieren die Spargroschen an Wert. Daran hat sich auch nach Wegfall der gesetzlichen Sparvorschriften nichts geändert. Sparkonten mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten brachten in der Vergangenheit durchschnittlich ganze 2,8 Prozent Zinsen. Die Inflationsrate lag mit vier Prozent deutlich höher.  Während die Banken auf der Sollseite ihres Geschäfts beherzt zugreifen und zweistellige Kreditzinsen fordern, knausern sie nicht nur mit den Sparbuchzinsen. Obendrein verlieren Banken und Sparkassen bei sinkendem Zinstrend meist keine Zeit, ihre Sparkonditionen den verschlechterten Rahmenbedingungen anzupassen. Wenn die Zinsen steigen, sind Sparer hingegen die letzten, die in den Genuss höherer Zinssätze kommen.

Vorwürfen ob dieser unfeinen Praxis begegnet die Kreditwirtschaft gern mit dem Hinweis, deutschen Sparern werde heutzutage eine breite Palette höherverzinslicher Sparformen angeboten. Diese Ausrede ist faul, zeigt sie doch nur, dass die Kreditinstitute versuchen, ihre eigene Zinsarge zu Lasten jener Kunden aufzubessern, die zu bescheiden oder manchmal auch zu träge sind, höhere Zinsen zu fordern. Oder denen nur wenig Geld für die Vermögensbildung zur Verfügung steht. Denn gerade Kleinsparern verbauen die Banken und Sparkassen häufig den Zugang zu besser verzinsten Sparformen, für die sie Mindestanlagesummen von 5000 bis 10000 Euro fordern. Ein gutes Dutzend von Instituten vorwiegend kleinere Privatbankhäuser, Teilzahlungsbanken oder Briefbanken tanzt aus der Reihe und beweist, dass es auch anders geht. Sie honorieren ihren Kunden das Sparbuchsparen mit Zinssätze, die oft doppelt so hoch sind wie bei großen Geschäftsbanken und Sparkassen. Sparer sollten sich daher nicht scheuen, sich auch einmal  bei der Konkurrenz umzusehen und gegebenenfalls die Bank zu wechseln, wenn die Hausbank mit den Sparzinsen weiterhin knausert.

Informierte Sparer verhandeln besser beim Bank Sparkonto Vergleich
Wer sich vor dem Gespräch mit dem Kundenberater der Bank, Sparkasse oder Volksbank sachkundig machen will, findet im Wirtschaftsteil fast aller großer Tageszeitungen oder in Wirtschaftsmagazinen Informationen über die Höhe der Sparzinsen.

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