Sparbuch eröffnen
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Mit 1 Euro sind Sparer dabei
Eröffnen kann ein Sparbuch jeder, der einen gültigen Personalausweis vorzeigt und mindestens 1 Euro einzahlt. Ein Mindestalter ist nicht vorgeschrieben. Eltern können daher für die Kinder bereits ab Säuglingsalter ein Konto einrichten. Das gleiche gilt für minderjährige Jugendliche, die ihr Taschengeld auf einem Sparkonto deponieren und darüber frei verfügen wollen. Die Kontoführung ist gebührenfrei und kostenlos. Darüber hinaus fallen weder Depotgebühren noch andere Spesen an.

Sparbuch Sparbuch eröffnen Sparzinsen bei Banken Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist

Weil das Konto nach neuer wie alter Definition zur Ansammlung und Anlage von Vermögen bestimmt ist, sind Überweisungen streng genommen nicht möglich. Kulanterweise drücken manche Banken aber beide Augen zu, wenn Kunden beispielsweise Geschenkgutscheine über einen bestimmten Geldbetrag direkt auf dem Sparbuch gutschreiben lassen wollen oder den Kauf von Wertpapieren vom Sparguthaben finanzieren. Bei nahezu allen Einzahlungen und Auszahlungen auf das Konto muss jedoch das Buch vorgelegt werden, die Kunden einer Volksbank oder Sparkasse können sogar nur bei einer Filiale an Ihrem  Wohnort Geld vom Konto abheben. Bei den übrigen Banken können Sparbuchbesitzer dagegen weiterhin bei allen Mitgliedsunternehmen Verfügungen vornehmen.

Was bringen Geldanlagen
Aus je 10000 Euro wurden von 1983 bis 1993

Aktien
  34252 Euro
festverzinsliche Wertpapiere
  21589 Euro
Immobilien
  14600 Euro
Sparguthaben mit 12 Monaten Kündigungsfrist
  14233 Euro
Sparguthaben mit gesetzlicher Kündigungsfrist
  12916 Euro
Gold
  5270 Euro

 

 

 

 

Sparbuchsparen lohnt sich nur für die Bank
Beim Wegfall der gesetzlichen Sparvorschriften setzte die Kreditwirtschaft alles daran das für sie äußerst lukrative Sparbuch zu erhalten. Denn von den eingezahlten Kundengeldern müssen Banken und Sparkassen nur einen niedrigen Prozentsatz zinslos bei den Landeszentralbanken hinterlegen. Dieser Mindestreservesatz liegt mit 2 Prozent der Einlagesumme deutlich unter den Sätzen für Festgeldanlagen oder Guthaben auf dem Girokonto. Spareinlagen sind daher die günstigste Refinanzierungsquelle der Banken für das Kreditgeschäft. Die Banken arbeiten mit den Spargroschen ihrer Kunden und leihen das Geld an Unternehmer oder Privatkunden in Form von Krediten aus. Je niedriger der Habenzins, den die Bank ihren Sparern zahlt je höher die Sollzinsen, die sie auf der anderen Seite von ihren Kreditkunden fordert, desto größer der Gewinn. Aus diesem Grunde haben die Geldhäuser auch wenig Eigeninteresse, Sparern höherverzinste Anlageformen schmackhaft zu machen. Von sich aus weisen sie daher nur selten auf Anlagealternativen hin. Diese Geschäftspolitik macht sich bezahlt.

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