Wer hohe Zinsen fürs Ersparte kassieren möchte, aber nicht genug Kapital für Hochzinssparbücher oder die Festgeldanlage mitbringt, findet in einem Sparbrief oder einer Sparschuldverschreibung einen rentablem Kompromiss. Sparbriefe gibt es schon ab 50 € bis 200 €, Sparschuldverschreibungen ab 500 €, Sonderformen ab 2500 €. Die Zinsen liegen deutlich über dem Spareckzins. In Einzellfällen reichen Sie sogar fast bis an die Rendite börsennotierter Anleihen. Außerdem fallen ebenso wie beim Kontosparen keine Gebühren an.
| Plus-Sparbrief | Zinsen | Anlagedauer | Zinsgutschrift | Mindestanlage | Kontoantrag |
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bis 2,30% |
1 bis 10 Jahre |
jährlich zum 31.12. |
2.500 Euro |
Was ist ein Sparbrief ?
Sparbriefe sind Wertpapiere, die von Geschäftsbanken und Sparkassen
herausgegeben werden. Als Namenschuldverschreibungen lauten sie jeweils auf
den Namen des Eigentümers. Wer einen Sparbrief erwirbt, erhält von der Bank
eine Urkunde, in der die Laufzeit des Sparbriefs, der Zinssatz, der Name der
Bank sowie des Eigentümers eingetragen sind. Dieses Papier wird oft in der
Bank im
Depot verwahrt, wobei die meisten Institute für hauseigene Briefe
keine Depotgebühr erheben. In Einzellfällen gibt es Sparbriefe auch als
Inhaberpapiere, bei denen der Eigentümer nicht namentlich aufgeführt wird.
Sparbriefe können Sparer auch als effektive Stücke mit nach Hause nehmen
oder bei der Bank im Tresor legen.
Der wichtigste Unterschied zum Sparbuch: Während Banken die Zinsen für das Sparbuch jederzeit ändern kann, liegt der Zins bei Sparbriefen und Sparschuldverschreibungen von vornherein für die gesamte Laufzeit fest. Dafür kann der Sparer wählen, ob er die Zinsen jährlich ausbezahlt bekommen möchte, ob Zins und Zinseszins erst am Ende der Laufzeit in einer Summe fällig oder ob er die Zinsen im voraus berechnet und vom Kaufpreis abgezogen werden. Strenger als beim Sparbuch geht es bei der Rückzahlung des Geldes zu. Üblicherweise sind die Sparbriefe mit einer festen Laufzeit von 2 bis 6 Jahren ausgestattet.
Einzelne Institute bieten allerdings auch Briefe mit abweichender Laufzeit von 1 Jahr, 8, 10 oder sogar 25 Jahren an. Auf die einmal gewählte Anlagedauer beim Geld anlegen muss sich der Sparer festlegen, denn die Bank nimmt die Briefe erst bei Fälligkeit wieder zurück. Wer dringend Geld benötigt, kann den Brief allerdings beleihen. Für einen solchen Wertpapierkredit verlangen die Banken allerdings Sollzinsen, die im Schnitt zwei bis 3 Prozent über dem Habenszins des Briefes liegen. Sich das eigene ersparte von der Bank zurückzuleihen, lohnt sich nur in Ausnahmefällen.
Theoretisch können Sparer den Sparbrief auch an dritte Weiterverkaufen. Den Abnehmer müssen sie sich allerdings selbst suchen, da es keinen Markt für Sparbriefe gibt. In der Praxis spielt der Sparbriefverkauf daher keine Rolle. Eine Übertragung auf dritte erfolgt meist nur in Erbschaftsfällen oder wenn Sparer den Brief ihren Kindern schenken. In solchen Fällen kann der Brief mit Zustimmung der Bank oder der Sparkasse übertragen und die Urkunde auf einen neuen Eigentümer umgeschrieben werden. Einzig die Sparkassen bieten mit ihren Sparkassenobligationen eine etwas liquidiere Sparbriefform an. Für diese Titel unterhalten einige Sparkassen einen eigenen Markt. Sparer können diese Sparkassenobligationen dann jederzeit zum Hauskurs an die Sparkasse zurückgeben.
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