Ratgeber Geldanlage
Sparbrief Varianten

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  Auch bei Sparbriefen gibt es viele Varianten



Sparbrief mit Zinsauszahlung
Die jährlichen Zinsen werden am Ende jedes Anlagejahres ausgeschüttet. Der Sparer kann daher über seine Erträge frei verfügen.

Abgezinster Sparbrief
Der Sparer zahlt für den Brief nicht den vollen Nennwert. Vielmehr werden die während der Laufzeit anfallenden Zinsen im voraus berechnet und vom Nennwert abgezogen. Die Differenz ergibt den Kaufpreis. Am Ende der Laufzeit erhält der Sparer dann den vollen Nennwert des Sparbriefes zurück.

Sparbrief mit Zinsansammlung
Bei dieser Sparbriefvariante werden die Zinsen nicht jährlich ausgezahlt, sondern dem Kapital zugeschlagen und mitverzinst. Am Ende der Laufzeit erhält der Sparer sein Kapital einschließlich der angesammelten Zinsen zurück.

Dynamischer Sparbrief
Bei diesem Sparbrief steigt der Zinssatz von Jahr zu Jahr. Das hat den Vorteil, dass der Brief im Gegensatz zu anderen Varianten meist jährlich kündbar ist. Dynamische Sparbriefe gibt es in zwei Varianten: als Sparbrief mit jährlicher Zinsauszahlung und als Sparbrief mit Zinsansammlung.

Ratensparbrief
Bei dieser Variante erhält der Sparer am Ende jedes Anlagejahres nicht nur die Zinsen ausbezahlt. Vielmehr wird ihm zugleich ein Teil seines eingezahlten Kapitals zurückerstattet.

Bundesschatzbrief Typ A und B
Wohl am bekanntesten sind die Sparbriefe des Bundes, die in Form der ein- oder zweijährigen Finanzierungsschätze oder als Bundesschatzbriefe angeboten werden., wobei Typ A eine Laufzeit von sechs, Typ B von sieben Jahren hat. Darüber hinaus haben die einzelnen Banken unterschiedliche Sparbriefvarianten entwickelt, die sich vorwiegend in der Zinsausstattung und der geforderten Mindestanlagesumme unterscheiden. Aktuelle Zinsen Bundesschatzbriefe

Falsche Zinsversprechen
Wer sein Geld mit Sparbriefen vermehren möchte, muss aber nicht nur auf den Zinstrend achten. Sparbriefsparer müssen obendrein ganz genau hinschauen und nachfragen ob von den Banken nicht mit falschen versprechen geködert und über den wahren Ertrag ihrer Anlage getäuscht zu werden. Weil eine Effektivzinsberechnung bei Sparangeboten bislang gesetzlich nicht vorgeschrieben ist, greifen manche Institute zu Taschenspielertricks und täuschen höhere Beträge vor, als tatsächlich gezahlt werden. Die Werbestrategen der Banken ziehen dabei alle Register.

Fettgedruckte Werbung von hohen Renditen, abenteuerliche Zinsbegriffe versprechen Spitzenerträge. Da gibt es Kapitalsparbriefe, Wachstumsobligationen, Hochzinssparbriefe und Dynamiksparbriefe, die zweistelligen Wertzuwachs bieten oder hohe Durchschnittsverzinsungen und attraktive Verzinsung. Je nach dem Zinsbegriff, der verwendet wird, kommen die Geldinstitute in ihren Prospekten zu unterschiedlichen Prozentsätzen. Dabei weichen die tatsächlichen Erträge der Briefe häufig nur geringfügig voneinander ab. Solche Täuschungsmanöver gelingen, weil Banken geschickt mit den begriffen Zins und Kapital jonglieren.

Darauf muss man achten
Wer Sparbriefe kauft muss wie beim Anleihekauf auf die Zinsentwicklung achten. Langlaufende Sparbriefe sind dann interessant, wenn die Zinsen auf hohem Niveau liegen. Wer dann zugreift, kassiert noch Spitzenzinsen, wenn am Kapitalmarkt längst wieder magere Zinssätze gezahlt werden. In Zeiten niedriger Zinsen sollte der Sparer mit ein bis zwei Jahren Anlagedauer greifen, sonst sitzt man noch auf knapp verzinsten Briefen fest, wenn am Markt bereits wieder Angebote mit höherem Ertrag zu haben sind.

Vorteile Sparbrief
  • Einfache Anlageform

  • Keine Spesen

  • Höhere Zinsen als Sparbuch

  • Jährliche Zinsauszahlung möglich

  • Geringe Mindestanlagesummen

  • Hohe Sicherheit

  • Kein Kursrisiko

  • Ertragssicherheit

  • Kombination mit Sparvertrag möglich

Nachteile Sparbrief
  • Keine vorzeitige Rückgabe möglich

  • Zinsrisiko, weil Niedrigverzinste Briefe bei steigenden Zinsen nicht in höhere verzinste getauscht werden können

  • Oft keine Angabe der Effektivverzinsung

  • Konditionenvergleich oft durch irreführende Zinsbegriffe erschwert

Alternativen
Sparbriefe des Bundes bieten meist höhere Zinsen als Bankensparbriefe
 


 

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