Bundeswertpapiere Vergleich
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Bundesschatzbriefe
Die gibt es einmal als Typ A mit sechsjähriger Laufzeit und jährlicher Zinsausschüttung. Die Stückelegung beträgt 50 Euro. Beim Typ B dauert es sieben Jahre bis Geld turnusgemäß zurückgezahlt wird. Die Zinsen werden außerdem nicht jährlich ausgezahlt, sondern gutgeschrieben und mitverzinst. Am Ende der Laufzeit erhält der Schatzbriefbesitzer dann seine Anlagesumme samt Zins und Zinseszins auf einem Schlag ausgezahlt. Im Fachjargon werden solche Papiere aufgezinste Wertpapiere genannt. Schon 50 Euro genügen, um in den Genuss eines Bundesschatzbrief Typ B zu kommen.

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Bei beiden Papieren sind dem Spareifer keine Grenzen gesetzt. Um Sparer trotz vorzeitiger Kündigungsmöglichkeit bei der Stange zu halten, sind beide Varianten mit jährlich steigenden Zinsen  ( Zinsstaffel ) genannt ausgestattet. Den steigenden Zinsen vor Augen, also Kalkül, werden sich die Sparer schon genau überlegen, ob ein Ausstieg aus dem Papier ratsam ist.

Vergleich Bundesschatzbriefe nach Zinsen

Laufzeit Rendite Typ A Typ B
1. Jahr 1 Jahr 2,00 2,00
2. Jahr 2 Jahre 2,25 2,25
3. Jahr 3 Jahre 2,41 2,42
4. Jahr 4 Jahre 2,61 2,62
5. Jahr 5 Jahre 2,83 2,85
6. Jahr 6 Jahre 3,04 3,08
7. Jahr 7 Jahre - 3,25

Die Art der Geldanlage ist nicht empfehlenswert. Man bekommt heutzutage auf dem Tagesgeldkonto oder Sparkonto höhere Zinsen.

Finanzierungsschätze
Wer seine Spareuros nur für ein bis zwei Jahre auf die hohe Kante legen will, ist dagegen mit Finanzierungsschätzen des Bundes bestens bedient. Die Kurzlaufenden Staatspapiere gibt es in Stücken an 500 Euro. Sparer haben die Wahl zwischen Finanzierungsschätzen mit ein- oder zweijähriger Laufzeit. Sie müssen allerdings bis zu Fälligkeit warten, bevor sie über das Geld verfügen können. Denn im Gegensatz zu Bundesschatzbriefe sind Finanzierungsschätze nicht vorzeitig kündbar. Wer dringend Bares braucht, kann seine Schätze allenfalls beliehen. Die Sollzinsen für einen solchen Wertpapierkredit liegen aber mindestens ein bis zwei Prozent über den Haben zinsen der Papiere. Finanzierungsschätze werden als abgezinste Wertpapiere verkauft. Es gibt daher keine Zinsausschüttung, vielmehr werden die künftig anfallenden Zinsen im voraus berechnet und vom Rückzahlungsbetrag der Papiere auch Nennwert genannt abgezogen. Bei Fälligkeit gibt es dagegen den vollen Nennwert zurück. Finanzierungsschätze sind Daueremissionen. Aktuelle Ausgaben können Daher ständig bei Banken und Sparkassen erworben werden. Auch bei ihnen gilt: Kauf und Einlösung bei Fälligkeit sind gebührenfrei, auch die Aufbewahrung ist kostenlos, wenn Finanzierungsschätze bei der Bundesschuldenverwaltung deponiert werden. Finanzierungsschätze sind eine Alternative zu Festgeld, wenn Sparer das Geld länger als 6 Monate festlegen wollen. Denn der Bund zahlt vor allem für kleinere Anlagebeträge höhere Zinsen als die Banken.

Staatsanleihen für jede Laufzeit
Während Bundesschatzbriefe und Finanzierungsschätze eher staatlichen Alternativen zu den Sparangeboten der Banken darstellen, konkurriert der Staat aber auch auf dem Anleihemarkt mit Banken und Industrie um das Geld von Sparern und Anlegern. Denn Anleihen des Bundes sind bei privaten und institutionellen Anlegern gleichmäßig begehrt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Bund seine Anleihen nach Laufzeit variiert.

Bundesschatzanweisungen
Dieses sind börsenfähige Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 4 Jahren. Sie werden alle zwei Monate mit neuen Konditionen aufgelegt. Bei Neuemissionen gibt die Bundesbank den jeweiligen Zinssatz vor und bietet Banken und Großanlegern die Tranche im Tenderverfahren zum Kauf an. Die Banken verkaufen die Schatzanweisungen dann an ihre Kunden weiter. Wer mit Bundesschatzanweisungen verdienen will, muss allerdings schon 2500 Euro mitbringen. So hoch liegt die Mindesteinlage dieser Staatspapiere.

Bundesobligationen
Diese haben eine Laufzeit von fünf Jahren. Sie werden als Daueremission in Serien ausgegeben. Die jeweilige Serie wird über Wochen spesenfrei zu Emissionsbedingungen angeboten. Leichte Schwankungen des Marktzins in der Ausgabephase gleicht der Bund durch Anpassung des Emissionskurses aus. Neue Serien werden erst dann auferlegt, wenn gravierende Zinsänderungen völlig neue Papiere erfordern. Dann wird der Verkauf einer Serie eingestellt, die Papiere werden ebenso wie Anleihen im amtlichen Handel an der Börse eingeführt, und es wird umgehend eine neue Serie aufgelegt. Bundesobligationen sind eine ideale Anlage für Kleinsparer. Denn die Mindeststückelegung beträgt 50 Euro

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