Chartanalyse Trendumkehrformationen
Chartdarstellungen, die darauf hinweisen, dass sich möglicherweise eine
Umkehr des derzeit herrschenden Trends vollzieht, werden
Trendumkehrformationen genannt. Nach einer Trendumkehrformation und dem
Bruch des bestehenden Trends entsteht ein neuer Trend in die
entgegengesetzte Richtung. Je nachdem, ob der Aufwärts- oder Abwärtstrend
gebrochen wird, gibt es obere und untere Umkehrformationen. Folgende
Formationen bestätigen dies: Kopf-Schulter-Formation, M- und W-Formation,
Untertassen-Formation und V-Formation.
Trendbestätigung Trendumkehrformationen Widerstandslinien Unterstützungslinien Trendkanäle Trendlinien Trendcharts
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Kopf-Schulter-Formation Eine Kopf-Schulter-Formation ist durch drei typische Merkmale gekennzeichnet. Sie besteht zunächst aus einem Kopf, auch Scheitelpunkt genannt, um den sich links und rechts zwei Schultern angesiedelt haben. Die beiden Tiefpunkte des Kopfes, werden durch eine so genannte Nackenlinie, auch als eine Art Unterstützung zu bezeichnen, verbunden. Kopf-Schulter-Formationen treten nach einem Aufwärtstrend auf und sind in der Regel symmetrisch. Die Formation ist erst bei einem Schlusskurs unterhalb der Nackenlinie vollendet und erzeugt in diesem Fall ein klares Verkaufssignal. Häufig kann dabei ein so genannter "Pull Back" beobachtet werden. Nachdem der Kurs die Nackenlinie nach unten durchbrochen hat, nähert sich der Kurs im Laufe der darauf folgenden Handelstage wieder der Nackenlinie an. Die Handelsumsätze nehmen während des Zustandekommens dieser Formation laufend ab, um beim Durchbruch durch die Nackenlinie wieder stetig anzusteigen. |
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Umgekehrte Kopf-Schulter-Formation Das Gegenstück zur Kopf-Schulter-Formation ist die umgekehrte Kopf-Schulter-Formation. Diese kann auftreten, wenn ein Abwärtstrend in einen Aufwärtstrend wechselt. Beim darauf folgenden möglichen Durchbruch der Nackenlinie wird dem Beobachter ein Kaufsignal angezeigt. Die Umsätze würden hierbei von der linken zur rechten Schulter hin zunehmen und auch beim möglichen Durchbruch durch die Nackenlinie sehr hoch sein. Das Volumen spielt bei der umgekehrten Formation eine wichtigere Rolle als bei der normalen Kopf-Schulter-Formation. |
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M-Formation Als Trendumkehrformation sind die M- bzw. W-Formation auch als Doppelhoch-Spitze bzw. Doppeltief-Boden bekannt. Bei der M-Formation steigt der Kurs zunächst steil bis zur Spitze und fällt anschließend sofort wieder zurück. Einem erneuten Anstieg mit geringerem Volumen folgt in der Regel wieder ein Kursrückgang. Dabei liegen die doppelten Spitzen ungefähr auf gleicher Höhe. Die M-Formation ist vollendet, wenn das Kursniveau des mittleren Tiefs auf Schlusskursbasis durchbrochen wird. Ebenso ist ein Pull Back, d. h. Rückkehrbewegungen zum Ausbruchspunkt, möglich bzw. kann es zur Ausbildung mehrerer Spitzen, auch Dreifachspitzen genannt, kommen. |
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W-Formation Die W-Formation ist das Gegenstück zur M-Formation und besitzt etwa auf gleicher Höhe zwei Tiefpunkte. Das Umsatzvolumen ist hier bei einem Ausbruch nach oben von größerer Bedeutung als beim Durchbruch nach unten. Auch Pull Backs kommen hier häufiger vor als bei Doppel- bzw. Dreifachspitzen. |
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Untertassenformation Untertassenformationen werden gewöhnlich auf Basis von Wochen- oder Monatscharts, die mehrere Jahre umfassen, in Augenschein genommen. Je länger sie anhalten, umso ausgeprägter werden sie. Eine Untertassenformation bildet sich dadurch, dass ein abflachender Abwärtstrend Stück für Stück in einen Aufwärtstrend übergeht. Die Umsätze werden immer geringer und nehmen erst wieder mit dem nachfolgenden Aufwärtstrend zu. |
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Umgekehrte Untertassen-Formation Neben der normalen Untertassen-Formation kann diese Formation auch als umgekehrte Untertassen-Formation auftreten. Überwiegend tritt dies als Umschwungsignal eines Aufwärtstrends in einen Abwärtstrend auf. |
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V-Formation Bei einer V-Formation schlägt ein extrem steiler Abwärtstrend in einen ebenso starken Aufwärtstrend um. Hervorgerufen wird die schnelle Abwärtsbewegung meist durch panikartige Verkäufe als Folge bestimmter volks- oder betriebswirtschaftlicher Meldungen. Aufgrund der schnellen Kursbewegungen sind diese Formationen nur schwer in den Griff zu bekommen. |
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Umgekehrte V-Formation Bei der umgekehrten V-Formation läuft das gleiche Szenario spiegelbildlich ab. Hier kommt es zunächst zu einem extremen Kursanstieg. Dieser wird in der Regel durch künstliches Hochtreiben der Kurse aufgrund psychologischen Herdenverhaltens in Form von Kaufpanik ausgelöst. Als Beispiel sind hier die extremen Übertreibungen nach oben im Technologiesektor zu nennen. Mit der gleichen Geschwindigkeit geht es aber plötzlich und unerwartet auch wieder in die andere Richtung. Ein Beispiel hierfür ist die verheerende Marktkorrektur des Neuen Marktes von März 2000 bis September 2001. |







