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Anlagestrategien mit Aktien - Das Timing entscheidet
Wer als Anleger Aktien kauf will vor allem von Kursgewinnen profitieren. Die Dividende alleine macht die Aktienahnalge unattraktiv. Börsianer sehen in der jährlichen Ausschüttung daher manchmal nur ein Zubrot, das den Aktionär bei Laune halten soll. Denn auch wenn die Aktienkurse an der Börse explodieren, ein Aktionär hat nichts davon, solange er seine Aktien nicht verkauft, um die laut Kurstafel erzielten Gewinne tatsächlich mitzunehmen. Das Geheimnis jeder erfolgreichen Anlagestrategie liegt darin, den richtigen Zeitpunkt zum Einstieg und Ausstieg an der Börse abzupassen. "Timing" sagen Fachleute dazu. Dann kann Anleger mehr damit verdienen als mit dem Sparbuch.

Ein bequemes Ruhekissen ist die Aktienanlage daher nicht. Wer sich um seine Anleihen nicht kümmert, verliert vielleicht ein paar Prozent Rendite. Doch wer sich um seine Aktien nicht kümmert, kann alles verlieren. Und jene Traumgewinne, von denen in Stammtischgesprächen so oft die Rede ist, erzielen ohnehin nur flexible Anleger, die es verstehen, die Kurszyklen des Aktienmarktes geschickt auszunutzen. Die Mehrheit der Aktionäre folgt daher dem Herdentrieb. Getreu dem Motto "The trend ist your firend" wird bei steigenden Kursen gekauft und bei fallenden Kursen verkauft. Dieses typische Anlegerverhalten bringt aber nur selten optimale Ergebnisse. Im Gegenteil: Bei dieser im Fachjargon "prozyklisch" genannten Anlagepolitik ist die Gefahr groß, den Beginn des Kursaufschwungs an der Börse zu verschlafen und viel zu spät auf den schon mit Volldampf fahrenden Zug zu springen. Doch wer in der Hausse als letzter kauft oder in der Krise zu spät verkauft, macht garantiert Verlust.

Wie Profis mit Aktien jonglieren
Börsenprofis warnen daher nachdrücklich, dem Trend hinterherzulaufen. Sie schwören vielmehr auf eine völlig Entgegengesetzte Anlagestrategie. "Buy on bad news, sell on good news" lautet ihr Erfolgsrezept. Es gehört allerdings eine gute Portion Fingerspitzengefühl dazu, um zu kaufen, wenn die Kurse im Keller sind, und auszusteigen, wenn sie den Gipfel erreicht haben. Erfahrende Börsianer greifen daher zu einem Trick.

Weil der richtige Zeitpunkt zum Einstieg und Ausstieg an der Börse auch bei sorgfältigster Analyse und gutem Gespür fürs Timing nie exakt auszuloten ist, tasten sie sich vorsichtig an den optimalen Ein- und Ausstiegspunkt heran. In der Endphase einer Baisse am Aktienmarkt kaufen sie bei noch fallenden Kursen ständige kleinere Teilmengen der von ihnen bevorzugten Aktien. Mit diesem auch Staffelkauf oder cost averaging genannten Kaufmethode wird man häufig zu einem niedrigen Durchschnittspreis kaufen können als beim Kauf auf einen Schlag. Obendrein steigt die Chance, annähernd zu Tiefspreisen an der Börse einzusteigen.

Das ist beim Aktienkauf und Aktienverkauf an der Börse zu beachten:
Wenn Sie bei der Bank oder an der Börse eine Kauforder oder Verkaufsorder platzieren, sollten sie immer ein für den Kauf oder Verkauf von Aktien ein Limit setzen. Um ein Aktiendepot gegen Kursverluste zu schützen arbeiten Profis mit
der Stopp Loss Marke.

Patenrezepte gibt es nicht
Das prozyklische Anlageverhalten privater Anleger liegt in der Schwierigkeit, abzuschätzen, ob sich ein Marktrend gerade wendet oder die Kurseinbußen nur vorübergehende Schwankungen darstellen. Profis versuchen, dieses Problem mit Hilfe der Fundamental- und der Chartanalyse in den Griff zu bekommen. Zudem tüfteln die Anlagestrategen der Großbanken und Vermögensverwaltungsfirmen seit Jahren an Computerprogrammen, die aus den Erfahrungen der Vergangenheit Lehren für die Zukunft ziehen sollen. Patenrezepte konnte auch diese bislang nicht liefern. Von heißen Tipps kann daher nur gewarnt werden. Empfehlungen selbst ernannter Börsengurus mögen Anregungen geben. Das eigene Nachdenken und die persönliche Meinungsbildung können sie nicht ersetzten.

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